
Teilvorhaben
A06:
,,Analyse
und Optimierung von Bauabläufen bei Abbruchmaßnahmen"
Baustoffkreislauf
im Massivbau
Zwischenbericht 01/98
HOCHTIEF UMWELT
GmbH
Huyssenallee 86 - 88
45128 Essen
Vorhabenbezeichnung:
,,Analyse und Optimierung der Bauabläufe bei
Abbruchmaßnahmen hinsichtlich Umweltbelastung,
Wirtschaftlichkeit und Wiederverwertbarkeit der Baustoffe anhand
konzipierter und in der Ausführung befindlicher
Abbruchvorhaben"
Laufzeit des
Vorhabens:
01 .05.1996 bis 30.09.1997, verlängert bis zum 30.04.98
Arbeiten/Ergebnisse
Betrachtete Baustellen
Es wurden fünf Baustellen mit insgesamt 21 Abbruchobjekten betrachtet.
Objektliste (Stand 12/97):
Baustelle 1
Baustelle 2
Baustelle 3
Baustelle 4
Baustelle 5
Erfassung der Daten und Objektbetreuung
Die Daten wurden anhand von Plänen und Ausschreibungsunterlagen sowie direkt auf der Baustelle erhoben. Massen, Bauabläufe, zugehörige Maschinentechnik, Rahmenbedingungen bzgl. des Emissionsschutzes und der vorgesehenen Verwertung wurden auf der Baustelle festgestellt und protokolliert.
Zwecks Auswertung der erhobenen Daten wurde ein Erfassungsbogen konzipiert, der auf beliebige Bauwerke anwendbar ist.
Es wurde eine einheitliche Kostenliste für Geräte erstellt, um eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Baustellen, die unter Umständen gleiches Gerät zu sehr unterschiedlichen Konditionen einsetzen, zu ermöglichen.
Auswertungen
In einem ersten Schritt wurden die betrachteten Objekte einer bestimmten Tragkonstruktion zugeordnet. Unterschieden wurden bislang Tragkonsruktionen aus Stahl (Stahlskelettbauten/Rahmenkonstruktionen), Stahlbeton (Stahlbetonskelettbauten/Rahmenkonstruktionen) sowie Mauerwerksbauten.
Die so sortierten Objekte wurden auf die Quotienten von Masse zu umbautem Raum (UR), Bauzeit zu UR, Bauzeit zu Abbruchmasse, Geräteeinsatzkosten zu UR und Geräteeinsatzkosten zu Abbruchmasse hin untersucht.
Abbruchmassen/UR,
Bauzeit/UR und Bauzeit/Abbruchmasse:
Die festgestellten Werte lassen keine Gesetzmäßigkeiten
erkennen.
Geräteeinsatzkosten/UR
und Geräteeinsatzkosten/Abbruchmasse:
Nach Streichung untypischer Bauwerke aus der Objektliste
lassen sich die Werte nach den Tragwerkstypen deuten. Danach weisen Stahlskelettbauten im Vergleich zu Stahlbetonskelettkonstruktionen und Mauerwerksbauten signifikant höhere Geräteeinsatzkosten auf.
Jedoch auch innerhalb dieser Gruppen streuen die Werte stark. Die Ursache hierfür ist in den unterschiedlichen Gerätekonstellationen bzw. auch unterschiedlichen Abbruchtechniken (z. B. ZS-Turm: Frästechnik) zu suchen.
Die Qualität des Abbruchmaterials hinsichtlich der Verwertbarkeit als Zuschlag für Recyclingbeton schwankt je nach Abbruchverfahren. Extrembeispiel hierfür ist wiederum die Frästechnik, die einen hohen Feinkornanteil bedingt, und ein stark scholliges Korn zur Folge hat.
Weitere Arbeiten
Mit dem Ziel der Bewertung der Abbruchmaßnahmen hinsichtlich Umweltbelastung erfolgt zur Zeit eine Literaturstudie hinsichtlich Staub, Lärm und Erschütterungen. Ergebnisse hierzu liegen jedoch noch nicht vor.


















| Dieses Dokument stellt den vorläufigen Zwischenstand der Forschungsarbeiten zum Zeitpunkt seiner Verfassung dar. Für die endgültigen Ergebnisse der Forschungsarbeiten wird auf den Schlußbericht des Teilprojekts verwiesen. |