
Baustoffkreislauf im
Massivbau
Teilprojekt C 05
Einfluß der Brechwerkzeuge auf die Eigenschaften von Recycling-Granulaten im Hinblick auf eine Eignung als Zuschlag für Beton nach DIN 1045.
Zwischenbericht 1/98
Projektleitender
Ingenieur:
Dipl. -Ing. Diedrich
Gesellschaft zur Aufbereitung von
Baustoffen mbH
Hemelinger Hafendamm 22
28309 Bremen
Tel.: 0421 /45 802-0 Fax.: 0421 /45 1445
Inhalt:
1. Aufgabenstellung
2. Stand des Projektes
3. Kornverteilung
4. Kornform
5. Stoffliche Zusammensetzung
6. Rohdichte
7. Reindichte
8. Porosität
9. Zementgehalt
10. Wasseraufnahme
11. Frost-Tau-Wechsel
12. Ausblick
1. Aufgabenstellung
In dem Projekt der GAB soll geklärt werden, inwieweit die Eigenschaften von Betongranulaten durch die Aufbereitung mit den derzeit im Recyclingbereich üblichen mobilen Aufbereitungsanlagen beeinflußt werden können; insbesondere im Hinblick auf die Produktion von Zuschlägen nach der DIN 1045 für die Wiederverwertung in Beton. Kernstück solcher Anlagen ist bzw. sind die Brecher. Zu den wichtigsten Brechern im Recycling zählt der Prallbrecher und Backenbrecher; zu den weniger wichtigen der Kegelbrecher.
Gegenstand der Untersuchen sind dabei Anlagen, bestehend aus den o.g. Brechern, mit denen Betongranulate der Körnung 0/32 hergestellt werden können. Prinzipiell unterscheiden sich die Aufbereitungsanlagen nur durch die Art der Überkornbehandlung, d.h. Rückführung in dem selben Brecher (Prallbrecher) oder durch Nachbrechen in einer zweiten Brechstufe (Backenbrecher / Kegelbrecher). Beim Prallbrecher werden außerdem noch die Drehzahl und die Art des Rotors variiert. Dies sind zwei bedeutende technische Größen, die die GAB als Anlagenbetreiber zur Beeinflussung des Brechergebnisses einsetzt.
Die in diesem Projekt untersuchten Brecherkombinationen können der Tabelle 1 entnommen werden. Hierbei bedeutet hohe Drehzahl eine Umfangsgeschwindigkeiten am Rotor von 32,5 m/s, niedrige Drehzahl dagegen 25,5 m/s.

Tabelle 1: Versuchsprogramm je Betonsorte
Das Brechergebnis wird nicht nur durch die Art der Aufbereitung sondern mindestens im gleichen Maße von den zu brechenden Materialien und deren Stückigkeit beeinflußt. Aus diesem Grund wurden bewehrte Betonkörper der Größe 25x25x50 cm aus zwei unterschiedlich festen Betonen, einem B15 und einem B35, hergestellt. Der Druckfestigkeitsunterschied betrug bei deren Aufbereitung ca. 20 N/mm2. Die Zusammensetzung und die Eigenschaften der Betone bzw. der Betonkörper sind der Tabelle 2 und 3 zu entnehmen.

Tabelle 2: Materialeigenschaften des Betonzuschlags

Tabelle 3: Fest- und
Frischbetoneigenschaften der Betonkörper
| Dieses Dokument stellt den vorläufigen Zwischenstand der Forschungsarbeiten zum Zeitpunkt seiner Verfassung dar. Für die endgültigen Ergebnisse der Forschungsarbeiten wird auf den Schlußbericht des Teilprojekts verwiesen. |