Letzte Seite Anfangsseite  

11. Frost-Tau-Wechsel

Im Frost-Tau-Wechsel soll überprüft werden, inwieweit durch den Brechvorgang die Festigkeit des Granulates beeinflußt wird. Um hier deutliche Unterschiede aufzeigen zu können, wurde der Versuch nach der DIN 4226 Teil 3,3.5.3 bei starker Durchfeuchtung des Betongranulates (Dosenfrostung) durchgeführt. Die Prüfung erfolgte an der Fraktion 4/32, die zu je einem Drittel aus der Fraktion 4/8, 8/16 und 16/32 zusammengestellt wurde. Die Ergebnisse sind in den Diagrammen 11.1 und 11.2 dargestellt.

Der Anteil an Absplitterungen (<4mm) liegt bei den Versuchen zwischen 5 und 25 Mas.%. Bei der einstufigen Zerkleinerung wird dabei der Unterschied zwischen offenem und geschlossenem Rotor sehr deutlich. Die Versuche mit dem offenen Rotor führen unabhängig der Drehzahl und der Betongüte zu Absplitterungen um die 5 Mas.%. Die Versuche mit dem geschlossenen Rotor weisen das 3 bis 5-fache an Absplitterungen auf.


Diagramm 11.1: Frost-Tau-Wechsel, Anteil aus Absplitterungen < 4mm nach Befrostung

Bei der zweistufigen Zerkleinerung ist ein Unterschied zwischen der Rotorart nicht festzustellen, dafür aber zwischen der Betonsorten. Der B15 hat einen Anteil an Absplitterungen in der Größenordnung von 10-15 Mas.%; der B35 dagegen nur um die 6 Mas.% (ausgenommen Versuch BPon).
Zur Verdeutlichung der Veränderung des gesamten Körnungsbandes durch die Befrostung wurde ein Absplitterungsgrad (A) definiert als die Änderung der Körnungsziffer durch das Befrosten bezogen auf den anfängliche Körnungsziffer:

Die Ergebnisse sind im Diagramm 11.2 dargestellt.

Im Wesentlichen spiegeln sich die o.g. Ergebnisse hier wieder, d.h. die Granulate der Versuche Pgh und Pgn wurden durch die Befrostung stark, die Granulate des Versuches BPon B35 deutlich zerstört.


Diagramm 11.1: Frost-Tau-Wechsel, Absplitterungsgrad

 

12. Ausblick

Das bisher abgewickelte Untersuchungsprogramm wird noch durch folgende Analysen ergänzt:

Außerdem erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem FIZ Düsseldorf, der FMPA Stuttgart und der TU München, die aus bestimmten Granulaten dieser Versuchsserie Betone herstellen und prüfen.

  Letzte Seite Anfangsseite Zum Seitenanfang

Dieses Dokument stellt den vorläufigen Zwischenstand der Forschungsarbeiten zum Zeitpunkt seiner Verfassung dar. Für die endgültigen Ergebnisse der Forschungsarbeiten wird auf den Schlußbericht des Teilprojekts verwiesen.