Alkalilreaktive Kieselsäure
(früher: alkalilösliche Kieselsäure)

Zuschlagsbestandteile, die alkalireaktive Kieselsäure enthalten, wie z. B. Opalsandstein oder poröse Flinte, können mit dem im Porenwasser des Zementsteins gelösten Alkalihydroxid reagieren.
Dabei bildet sich eine klare, häufig hochkonzentrierte und dann dickflüssige Alkalisilikatlösung (Wasserglas).
Dies kann unter ungünstigen Umständen zu einer Raumvermehrung (sog. "Alkalitreiben") und zu Rissen im
Beton führen.

Bild: Risse infolge von Alkalireaktion ("Alkalitreiben") [2].

Quelle:

[1] DAfStb-Richtlinie:Vorbeugende Maßnahmen gegen schädigende Alkalireaktion im Beton (1997); Beuth Verlag GmbH

[2] Deutscher Beton-Verein E.V. "Beton-Handbuch"

[3] Weigler/Karl; "Beton Arten-Herstellung-Eigenschaften"; Ernst&Sohn

[4] DIN 4226 Teil 1 (04.83) Abschn. 7.6.7; Beuth Verlag GmbH