Ausbreitversuch
Der Ausbreitversuch (nach DIN
1048, Teil 1) dient ebenso, wie der Verdichtungsversuch der
Bestimmung des Konsistenzmaßes (s.a. Konsistenz) des Frischbetons. Für die Eignungs- und Güteprüfung ist jeweils dasselbe Verfahren anzuwenden.
Das Ausbreitmaß
a kann zur Bestimmung der Konsistenz von plastischem, weichem und
fließfähigem Beton verwendet werden. Für die Durchführung des
Ausbreitversuchs sind ein 70 cm x 70 cm großer Ausbreittisch,
der waagerecht und unnachgiebig zu lagern ist, eine Form und ein
Holzstab erforderlich.
Tischplatte und Innenfläche der Form sind feucht abzuwischen. In
die mittig auf die Tischplatte gestellte Form wird der Beton mit der Kelle in zwei etwa gleich dicken
Schichten eingefüllt und jede Schicht mit dem Holzstab ohne
Verdichtungswirkung horizontal geebnet bzw. bündig abgezogen.
Dabei steht der Prüfer auf den beiden Trittblechen der Form.
Danach wird die freie Fläche der Tischplatte gereinigt und die
Form senkrecht hochgezogen. Hierauf wird die Tischplatte
innerhalb von 15 s am Handgriff 15 mal bis zum Anschlag, jedoch
ohne kräftig daran anzustoßen, angehoben und frei
fallengelassen. Der gesamte Versuch soll innerhalb von 90 s
ausgeführt sein. Parallel zu den Tischkanten werden die
Durchmesser a1 und a2 des ausgebreiteten
Betons gemessen und der Mittelwert gebildet (s. Bild).

Bild: Messen des Ausbreitmaßes [2].
Außerdem empfiehlt es sich, die Betonprobe nach Augenschein zu beurteilen, z. B. zusammenhängend oder wasserabsondernd. An auseinandergefallenen Proben darf das Ausbreitmaß nicht bestimmt werden. Für die einzelnen Konsistenzbereiche gelten die Zahlenwerte in der folgenden Tabelle.

Tabelle: Ausbreitmaße für die Konsistenzbereiche [1].
Quelle:
[1] "Guter Beton" 19.Auflage Beton-Verlag GmbH.
[2] Iken/Lackner/Zimmer: "Handbuch der Betonprüfung"; 4.Auflage; Beton-Verlag GmbH.