Betongefüge

Den Regelfall bildet Beton mit geschlossenem Gefüge.
Er ist so zusammengesetzt, daß nach dem Verdichten alle Hohlräume zwischen den Zuschlagkörnern, die sogenannten Haufwerksporen, bis auf einen unvermeidbaren Restporenraum von 1 bis 2 Stoffraum-% mit
Zementleim ausgefüllt sind. Der Zementleim bzw. der Feinmörtel, bestehend aus dem Zementleim und dem Sandanteil 0/2 mm, bildet die Matrix, in welche die gröberen Zuschlagkörner, die sich im allgemeinen nicht direkt berühren, eingebettet sind. Beton mit geschlossenem Gefüge weist einen hohen Widerstand gegen das Eindringen von FIüssigkeiten und Gasen auf.
Demgegenüber wird bei Beton mit haufwerksporigem Gefüge der Gehalt an Zementleim bzw. Feinmörtel so stark reduziert, daß zwischen den Zuschlagkörnern luftgefüllte Hohlräume verbleiben. Im Grenzfall sind die Zuschlagkörner nur ,,punktweiße" zu einem tragenden Gerüst verkittet. Um ein möglichst großes Porenvolumen zu erzielen, verwendet man meist Zuschlag einer eng begrenzten
Korngruppe. Der haufwerksporige Beton wird deshalb auch oft als Einkornbeton bezeichnet. Der Vorteil liegt in einer Verringerung der Betonrohdichte und in einer Verbesserung der Wärmedämmung.

Quelle:

[1] Weigler/Karl; "Beton Arten-Herstellung-Eigenschaften"; Ernst&Sohn Verlag.