Bindemittel
Bindemittel sind im plastischen Zustand verarbeitbare anorganische oder organische Substanzen, die im Laufe einer bestimmten Zeit erhärten sie und dabei andere Stoffe (das können gröbere oder feinere Körper sein) fest miteinander verbinden.
Die Bindemittel sind mineralischen Ursprungs und werden, mit einigen Ausnahmen, aus bestimmten Gesteinen durch Brennen gewonnen und mehlfein gemahlen. Mit Wasser angemacht entsteht zuerst der Bindemittelleim. Durch chemische Umsetzungen, teilweise auch durch physikalische Oberflächenkräfte, verfestigt sich der Bindemittelleim in einen steinartigen Zustand, wobei Füllstoffe miteinander verkittet werden können.
Da hier Zementbetone im Vordergrund stehen (genaueres siehe Zement), wird hier nur am Rande erwähnt, daß auch kalkgebundene Baustoffe und im Straßenbau Asphaltbetone zum Einsatz kommen. Für Sondereinsätze, z.B. für säurefeste Rohre, kommen auch Kunstharzbetone in Frage.
Quelle:
[1] Skriptum zur Vorlesung "Werkstoffe im Bauwesen 1", IWB, Universität Stuttgart.