Prallbrecher
Im Recyclingbereich werden am häufigsten Prallbrecher und Prallmühlen eingesetzt. Der Brecher findet als Haupt- oder Vorbrecher und die Mühle als Nachbrecher Verwendung.
Bei den Prallzerkleinerern handelt
es sich um Rotoren, die in einem Gehäuse gelagert und mit vier
bis acht Schlagleisten besetzt sind. Das Material, das zur
Maulöffnung hereinfährt, wird von den rotierenden Schlagleisten
erfaßt und entweder direkt zerkleinert oder in den Prallraum
zurückgeschleudert, wo es gegen Prallplatten und zum Teil auch
gegen anderes Gestein stößt. Der Abstand der Prallplatten zum
Rotor kann verändert werden und entsprechend grob oder fein wird
das Material zerkleinert, da es den Brecher erst dann verlassen
kann, wenn es durch den Austrittsspalt paßt.
Mit einem Prallbrecher kann ein Zerkleinerungsverhältnis von
über 50 erreicht werden. Dies ist abhängig von der
Umfangsgeschwindigkeit des Rotors, der Anzahl der Schlagleisten,
dem Anstellwinkel und der Gestalt des Prallwerkes und, wie
bereits erwähnt, der Einstellung der Austrittsöffnung.

| Bild : | Prallbrecher, Funktionsprinzip [1]. |
Da es sich nicht vermeiden Iäßt, daß auch unbrechbare Materialien, wie z.B. Stahlteile, aufgegeben werden, hat man die Prallwerke mit so starken Federn gelagert, daß diese im Normalbetrieb dem Gesteinsanprall widerstehen, im Bedarfsfall aber nachgeben können indem sie den Abstand zum Rotor kurzzeitig vergrößern.
Nachteilig wirkt sich aus, daß
sich lange Bewehrungsstäbe um den Rotor wickeln und somit zu einem Stillstand
führen können. Die Größe der Aufgabestücke sollte auf ca.
70% der Maulöffnung beschränkt werden, um die
Verstopfungsgefahr gering zu halten. Ein weiterer Nachteil ist
der relativ hohe Verschleiß der Schlagleisten und des
Prallwerkes.
Das hohe Zerkleinerungsverhältnis und die kubische Kornform sind
als wesentliche Vorteile zu nennen.
Nachteil ist ein hoher Feinkornanteil des Brechgutes.
Quelle:
[1] Prof.Dr.-Ing.Drees: Recycling von Baustoffen im Hochbau (1989); Bauverlag.