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Demonstrationsbauvorhaben
5.1 Das Objekt
Bei dem Objekt handelt es sich um
ein im Bürgerparkviertel am Rand des Stadtkerns von Darmstadt
gelegenen Bürogebäude mit einer Nutzfläche von ca. 1.500 m2
und einem um-bauten Raum von 8.400 m3. Grundriß
und Schnitt sind in den Bildern 5 und 6 dargestellt.
Die Wände, Stützen und Decken
sollen aus Beton unter Verwendung von rezykliertem Zuschlag
hergestellt werden (siehe Tabellen 3,4 und 5). Hierzu wurde eine
Zustimmung im Einzelfall beantragt und auch erteilt.
| Tabelle
3: |
Wände,
Betongüte B 35 |
| Tabelle
4: |
Stützen,
Betongüte B 35 |
| Bild
5: |
Grundriß,
Maßstab 1:200 |
| Bild
6: |
Schnitt,
Maßstab 1:200 |
| Tabelle
5: |
Deckenplatten,
Betongüte B 35 |
5.2 Materialeigenschaften
Zuschlag
Der rezyklierte Zuschlag stammt aus der
Baustoffaufbereitungsanlage K&S GmbH in Büttelborn. Die
Korngruppen 2/8, 8/16 und 16/32 erfüllen die Anforderungen nach
DIN 4226. Die Ergebnisse der zusätzlichen Prüfungen gehen aus
den Tabellen 6 bis 11 hervor
| Tabelle
6: |
Stoffliche
Zusammensetzung, Anteil höherfester Bestandteile |
| Tabelle
7: |
Stoffliche
Zusammensetzung, Anteil niedrigerfeste Bestandteile |
| Tabelle
8: |
Stoffliche
Zusammensetzung, weiche Bestandteile |
| Tabelle
9: |
Nichtmineralische
Bestandteile |
| Tabelle
10: |
Wasseraufnahme |
| Tabelle
12: |
Kornrohdichte
im trockenen Zustand |
Bei dem für den Beton verwendeten
Sand handelt es sich um bauaufsichtlich als Zuschlag für Beton
nach DiN 1045 zugelassenes Recyclingmaterial der Korngruppe 0/2a.
Betonzusammensetzung und
Eigenschaften des Betons
Die Herstellung des Betons
erfolgte unter Verwendung folgender Ausgangsmaterialien:
- Zement CEM 142,5 R
- Steinkohlenflugasche
- gewaschener Sand 0/2a,
bauaufsichtlich als Betonzuschlag nach DIN 1045
zugelassenes Recyclingmaterial
- rezyklierter Zuschlag in den
Korngruppen 2/8, 8/16 und 16/32
- Sieblinie AB 16 bzw. AB 32
- Fließmittel FM 26, Woermann
Der Zuschlag der Komgruppen 2/8,
8/16 und 16/32 war bei den Mischungen M2 bis M4 24 Stunden lang
bei 105 0C getrocknet worden, bei den Mischungen M11
A/B und M12 A/B wurde er kernfeucht verwendet. Der Feuchtegehalt
wurde vor dem Mischvorgang an Darrproben bestimmt und bei der
Einwaage berücksichtigt.
Die Zusammensetzung der
untersuchten Mischungen ist in Tabelle 13 angegeben.
| Tabelle
13: |
Mischungszusammensetzungen |
Die Frisch- bzw.
Festbetoneigenschaften gehen aus Tabelle 14 bzw. 15 hervor.
| Tabelle
14: |
Rohdichte,
Luftporengehalt, Konsistenz |
| Tabelle
19: |
Festbetoneigenschaften |
In den Bildern 7 und 8 ist die
Entwicklung der Druckfestigkeiten der untersuchten Betone
angegeben.
| Bild
7: |
Druckfestigkeitsentwicklung
der Betone mit 32mm Größtkorn |
| Bild
8: |
Druckfestigkeitsentwicklung
der Betone mit 16mm Größtkorn |
5.3 Gütesicherung
5.3.1 Allgemeines
Die Gütesicherung besteht aus
Eigen- und Fremdüberwachung.
5.3.2 Zuschlagherstellung
Umfang und Häufigkeit der
Prüfungen bei der Herstellung des Zuschlags der Korngruppen 2/8,
8/16 und 16/32 sind in Tabelle 20 angegeben. Für den
bauaufsichtlich zugelassenen Sand gelten die Festlegungen der
Zulassung.
5.3.3 Betonautbereitung
Zuschlag
Die Eingangskontrolle des Zuschlags umfaßt bei jeder
Lieferung folgende Prüfungen:
- Kornzusammensetzung aller
Korngruppen
- Kornrohdichte aller
Korngruppen
- Wassergehalt der Korngruppen
größer 2 mm
- Wassersaugen der Korngruppen
größer 2 mm
- Stoffliche Zusammensetzung
der Korngruppen größer 2 mm.
Zement/Zusätze
Die Lieferscheine werden bei jeder Lieferung
kontrolliert.
Frischbetonherstellung
Von dem Beton einer jeden Fahrzeugfüllung (= 6 m3)
wird eine Bestimmung des Ausbreitmaßes vorgenommen.
Von jeder 12. Betonmischung ( 24 m3)
wird Beton entnommen und ein Würfel hergestellt. Die Probenahme
erfolgt beim Austritt des Betons aus dem Mischer.
Vor Übergabe des Betons
auf der Bausteile
Beim Eintreffen auf der Baustelle wird vom Beton einer
jeder Fahrzeugfüllung das Ausbreitmaß bestimmt.
Eine weitere Bestimmung des
Ausbreitmaßes erfolgt nach der Konsistenzkorrektur.
Von jedem vierten Fahrzeug ( 24 m3)
wird nach der Konsistenzkorrektur Beton entnommen und ein Würfel
hergestellt.
Bauausführung
Probenahme, Prüfung und Uberwachung bei der
Bauausführung entsprechend den Festlegungen für GÜ B II.
| Tabelle
20: |
Anforderungen
sowie die Mindesthäufigkeit der Prüfungen bei der
Zuschlagaufbereitung im Rahmen der werkseigenen
Produktionskontrolle (WPK) und Fremd-überwachung (FU)
|