Kornzusammensetzung

Für hohlraumarme Gemenge sind gut abgestufte Größen- und Mengenanteile von groben zu feinen Körnungen erforderlich.

Rein volumetrisch entspricht einer maximalen Packungsdichte ein minimaler Zementleimanspruch. Bei einer optimalen Packungsdichte ist allerdings gleichzeitig Rücksicht auf den mit wachsender Oberfläche der Feinanteile zunehmenden Wasser- und Zementanspruch zu nehmen, die die Verarbeitungseigenschaften des Frischbetons und die Festbetoneigenschaften beeinflussen.
Unter diesem Aspekt wird das Gesamtgekörn aus einzelnen Zuschlagstoffkörnungen zusammengesetzt. Dabei werden die Korngrößen durch Siebanalysen charakterisiert. Die verwendeten Lochweiten der Siebe sind geometrisch abgestuft, wobei im Normalfall die
Zuschlagstoffe durch die Korngrößengrenzen 0, (0.125), 0.25, 0.50, 1, 2, 4, 8, 16 und 31.5 mm beschrieben werden.

Die Zusammensetzung der Gesamtkörnung erfolgt auf der Grundlage der Regelsieblinien A, B und C, die im Sinne der Wahrscheinlichkeitstheorie Verteilungsfunktionen darstellen. Dabei werden zwar stetige Dichtefunktionen für Sieblinienverläufe angestrebt, jedoch können auch mit unstetigen Dichten (infolge Ausfallkörnungen) gute Ergebnisse erzielt werden.

Quelle:

[1] "Der Baustoff Beton" ( Schlüßer, Mcedlov-Petrosjan )