Regelsieblinie

Sieblinien dienen der Darstellung der Kornzusammensetzung von Zuschlaggemischen soll die Kornzusammensetzung, d.h. die Sieblinie, eines vorliegenden Korngemisches ermitttelt werden, so ist es im vollständigen Siebsatz in einzelne Kornanteile zu trennen.

Bei Zuschlägen mit gleicher Kornrohdichte gibt die Sieblinie über jeder Lochweite den Massenanteil (Gewichtsanteil) in Prozenten des Gesamtgemisches an, der durch das betreffende Sieb hindurch fällt. Will man eine vorgegebene Sieblinie, z.B. Sieblinie B32 aus einzelnen angelieferten Korngruppen aufbauen, so sind folgende Anteile der Gesamtmenge erforderlich, wenn die Korngruppen 0/4, 4/16 und 16/32 verfügbar sind.

0/4:47%; 4/16:80-47=33%; 16/32:100-80=20%

Dabei muß jedoch beachtet werden, daß die möglichen Mengen an Unter- und Überkorn der einzelnen Korngruppen nicht berücksichtigt sind. Fehlen in einem Korngemisch eine oder mehrere Korngruppen zwischen der feinsten und gröbsten Gruppe, so bezeichnet man das Gemisch als ,,Ausfallkörnung" und die Sieblinie als unstetig. Sie würde im Bereich der fehlenden Gruppen dann waagerecht verlaufen, wenn kein entsprechendes Über- und Unterkorn vorhanden ist.

In DIN 1045 sind für Korngemische mit Größtkorn 8mm, 16mm, 32mm und 64mm Regelsieblinien Angegeben. Unabhängig vom Größtkorn wird einheitlich die untere (grobe) Regelsieblinie mit A, die mittlere mit B und die obere (feine) Regelsieblinie mit C bezeichnet. Das jeweilige Größtkorn ist als Beiwert angegeben. Ausfallkörnungen sollen nicht unterhalb der Regelsieblinie U liegen. Zur übersichtlichen Darstellung im Sandbereich ist ein logarithmischer Maßstab für die Siebweiten gewählt worden. Dadurch entstehen zeichnerisch gleiche Abstände zwischen den einzelnen Lochweiten. Die Lochweiten lassen sich auch im Wurzelmaßstab oder linear auftragen. Es ergeben sich anders geformte Sieblinien, die jedoch dasselbe aussagen.

Entsprechend den Anforderungen an den Beton (Festigkeit, besondere Eigenschaften) legt DIN 1045 fest, ob die Sieblinie des Gesamtgemisches in einem bestimmten Bereich liegen muß und ob die Zuschläge in mehreren getrennten Korngruppen anzuliefern sind.

Bild : Grenzsieblinie für Zuschlag mit einem Größtkorn von 8 mm [1].

Bild : Grenzsieblinie für Zuschlag mit einem Größtkorn von 16 mm [1].

Bild : Grenzsieblinie für Zuschlag mit einem Größtkorn von 32 mm [1].

Bild : Grenzsieblinie für Zuschlag mit einem Größtkorn von 63 mm [1].

Quelle:

[1] "Guter Beton" 19.Auflage Beton-Verlag GmbH

[2] Deutscher Beton-Verein E.V. "Beton-Handbuch".