Zuschlag

Zuschlag ist ein Gemenge, oder Haufwerk von ungebrochenen oder gebrochenen Körnern, aus natürlichen oder künstlichen mineralischen Stoffen, die durch das Bindemittel Zement zum Beton verkittet werden.

Sie nehmen im Mittel etwa 70 % des Betonvolumens ein und bilden somit mengenmäßig den Hauptbestandteil des Betons. Zuschlag kann in der Natur bereits in einer für die Betonherstellung geeigneten Form vorliegen. Erforderlichenfalls wird er durch mechanische Prozesse, wie Zerkleinern, Sieben, Waschen, aufbereitet. Verschiedentlich wird er auch aus natürlich vorkommenden Stoffen oder aus Neben- bzw. Abfallprodukten bestimmter industrieller Prozesse künstlich hergestellt.
Für Betonzuschlag ist ein
Größtkorn von 16 mm oder 32 mm üblich. Als Zuschlag sind alle Stoffe geeignet, die eine für den jeweiligen Verwendungszweck des Betons ausreichende Kornfestigkeit aufweisen, die Erhärtung des Zementes nicht stören, einen ausreichenden Haftverbund mit dem Zementstein ergeben und die Beständigkeit des Betons nicht beeinträchtigen.

Einteilung der Zuschläge :
Die Einteilung erfolgt nach Herkunft, Gefüge, Kornrohdichte,
Kornform und Korngröße.

Bezeichnung der Zuschläge :
Die Bezeichnung eines Zuschlags (
Normalzuschlag, Leichtzuschlag und Schwerzuschlag ) erfolgt nach der Korngruppe.

Anforderungen der Zuschläge :
Die Anforderungen beziehen sich auf
Kornzusamensetzung, Kornform, Festigkeit, Widerstand gegen Frost und Frost-Taumitteleinwirkung und schädlichen Bestandteilen (s. a. Zuschlag aus Betonab-/Betonaufbruch und Zuschlag aus aufbereitetem Bauschutt).

Quelle:

[1] Weigler/Karl; "Beton Arten-Herstellung-Eigenschaften"; Ernst&Sohn Verlag.