Zement
Beton erlangt seine Festigkeit durch die Erhärtung des Zementleims, der die Zuschlagkörner (Zuschlag ) fest und dauerhaft miteinander verkittet.
Zement gehört zur Gruppe der hydraulischen Bindemittel. Das sind feingemahlene mineralische Stoffe, die nach dem Anmachen mit Wasser ( Zugabewasser ) sowohl an der Luft als auch unter Luftabschluß steinartig erhärten und danach wasserbeständig sind. Zemente zeichnen sich durch ihre hohe Festigkeit, im Vergleich zu anderen hydraulischen Bindemitteln aus.
Für die Herstellung von Beton nach DIN 1045 ist als Binde- mittel in der Regel Zement nach DIN 1164 (Normzement ) zu verwenden. Andere Zemente dürfen nur verwendet werden, wenn sie für die jeweilige Anwendung bauaufsichtlich zugelassen sind. Die wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Zementklinker und ihre wesentlichen Bestandteile sind nachstehend aufgeführt.
| Rohstoffe | Bestandteile |
| Kalkstein, Kreide, Mergel | Calziumcarbonat CaCO3 |
| Sand, Ton, Flugasche | Kieselsäure SiO2 |
| Ton, Mergel, Flugasche | Aluminiumoxid Al2O3 |
| Eisenerz, Schwefelkieselbrand | Eisenoxid Fe2O3 |
Diese Ausgangsstoffe für das Rohmehl des Zements ermöglichen in dem Dreistoffsystem Ca0-Si02-Al203 (Fe2O3) eine große Anzahl chemischer Verbindungen, die je nach Mischungsverhältnis und Reaktionsbedingungen beim Brennen bis zur Sinterung bei etwa 1450 C° entstehen und so den Portlandzementklinker ergeben, der ein Hauptbestandteil aller Zemente ist. Der Portlandzementklinker ist noch kein Bindemittel. Portlandzement entsteht erst durch Feinmahlen des Klinkers zusammen mit Calciumsulfat als Erstarrungsregler.
Durch Zumahlen weiterer Hauptbestandteile, wie Hüttensand, Flugasche, Kalksteinmehl, gebrannter Ölschiefer, Traß usw., enstehen die verschiedenen Zementarten.
Quelle:
[1] Deutscher Beton-Verein E.V. "Beton-Handbuch"