B 3.2 E-Modul

Bei Anwendung auf Beton mit rezykliertem Zuschlag nach der DAfStb-Richtlinie zu beachten:

" Keine Unterschiede "

Wesen des Verfahrens

Als statischer Druck-EIastizitätsmodul gilt der als Sehnenmodul ermittelte Verhältniswert zwischen einer Druckspannungsdifferenz und der ihr entsprechenden, sogenannten elastischen Verformung. Die Bestimmung erfolgt in der Regel im Alter von 28 Tagen .

Prüfvorschrift

DIN 1048, Teil 5, 1991,

Geräte und Hilfsmittel

1. Druckprüfmaschine nach DIN 51 223

Durchführung

1. Die obere Prüfspannung s0 soll bei der Prüfung - soweit nicht anders festgelegt - etwa ein Drittel der zu erwartenden Druckfestigkeit b des Probekörpers betragen. Diese sollte zuvor als Mittelwert der Festigkeit von drei Probekörpern gleicher Art und Maße, Herstellung und Nachbehandlung ermittelt werden. Soll in besonderen Fällen der Elastizitätsmodul bei einer bestimmten Spannung, z.B. bei der rechnerisch nutzbaren Spannung s -= bR / 2,1 (bR nach DIN 1045) gemessen werden, so ist diese Spannung als obere Prüfspannung anzuwenden

2. Die Druckflächen der Probekörper müssen eben und parallel sein. Auf wenigstens zwei symmetrisch liegenden Mantellinien der Probekörper sind Meßstrecken anzulegen. Die Mitte der Meßstrecke muß in der halben Höhe des Probeköpers liegen; der Abstand ihrer Endpunkte von den Endflächen des Probekörpers muß bei zylindrischen Probekörpern mindestens die Halfte ihres Durchmessers, bei prismatischen Probekörpern mindestens die größere Seitenlänge der Endfläche betragen.

3. Die Probekörper werden zentrisch in die Prüfmaschine eingesetzt. Anschließend wird der Kolben der Prüfmaschine langsam ausgefahren. Die obere Druckplatte der Prüfmaschine wird so ausgerichtet, daß sie sich ganzflächig an die obere Druckfläche des Probekörpers anlegt. Schließlich wird die untere Prüfspannung s0 -» -0,5 N/mm2 aufgebracht. Die Prüfspannung wird aus der Fläche in halber Höhe des Prüfkörpers und der Last berechnet.

4. Der Versuch wird entsprechend dem Belastungsdiagramm in (Bild 1) mit einer Be- und Entlastungsgeschwindigkeit von (0,5 - 0,2) N/mm2 je Sekunde durchgeführt.

A Ablesung bzw. Registrierung der unteren Spannung su sowie der zugehörigen Dehnung eu bzw. der Meßlänge lu .
B Ablesung bzw. Registrierung der oberen Spannung so sowie der zugehörigen Dehnung eo bzw. der Meßlänge lo .
t Be- und Entlastungszeit. die sich aus der Be- und Entlastungsgeschwindigkeit ergibt.

Bild 1: Belastungs-Zeit-Diagramm für Elastizitätsmodul Messung

 

5. Anschließend ist die Druckfestigkeit b der Probekörper zu bestimmen. Weicht die Druckfestigkeit um mehr als 20 % von der Vorausgesetzten ab, so ist dies im Prüfzeugnis besonders zu vermerken.

6. Der Elastizitatsmodul wird wie folgt berechnet:

Hierin bedeuten:

Eb = Elastizitätsmodul.
so = Die obere Prüfspannung in N/mm2 bei der 3. Belastung.
su = Die untere Prüfspannung in N/mm2 vor der 3. Belastung.
eo = Die bei so am Punkt B nach (Bild 1) gemessene bzw. aus den Meßwerten errechnete Dehnung.
eu = Die bei su am Punkt A nach (Bild 1) gemessene bzw. aus den Meßwerten errechnete Dehnung

Der Elastizitätsmodul ist auf 100 N/mm2 gerundet anzugeben.

 

Literatur

1 DIN 1048, Teil 5, Prüfverfahren für Beton
2 R. Riker; Maschinentechnik im Betonbau, Ernst & Sohn, 1996
3 H. W. Iken, R. Lackner, U. Zimmer; Handbuch der Betonprüfung, Beton Verlag, 1994
4 S. Härig, K. Günther, D. Klausen; Technologie der Baustoffe, Verlag C. F. Müller, Karlsruhe, 1991
5 W. Scholz; Baustoffkenntnis, Werner Verlag, 1984
6 R. Wendehorst; Baustoffkunde für Studium und Selbstunterricht, Curt R. Vincentz Verlag, 1975