A 1.2 Kornzusammensetzung

Bei Anwendung auf rezyklierten Zuschlag nach DAfStb-Richtlinie "Beton mit rezykliertem Zuschlag" zu beachten:

" Keine Unterschiede "

Häufigkeit der Prüfungen

Eigenschaften Anforderung WPK
Kornzusammensetzung DIN 4226-1, 7.2 wöchentlich 2mal jährlich

 

WPK werkeigene Produktionskontrolle
Fremdüberwachung

Wesen des Verfahrens

Das Korngrößenverhältnis eines Zuschlaggemisches wird gewichtsmäßig durch Maschinen- oder Handsiebung ermittelt. In Zweifelsfällen ist die Handsiebung maßgebend.

Prüfvorschrift

DIN 4226, Teil 3, 1983
DIN 18123, 1983

Geräte und Hilfsmittel

1. Prüfsieb mit den Sieben:

0,125 mm Maschenweite (DIN 4188, Teil 1)
0.25 mm Maschenweite (DIN 4188, Teil 1)
0,5 mm Maschenweite (DIN 4188, Teil 1)
1 mm Maschenweite (DIN 4188, Teil 1)
2 mm Maschenweite (DIN 4188, Teil 1)
4 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)
5 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)
8 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)
11,2 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)
16 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)
22,4 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)
31,5 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)
63 mm Quadratlochung (DIN 4187, Teil 2)

2. Auffangkasten oder Pfanne (bei Naßabtrennung mit Wasserauslaufstutzen),
3. handelsübliche Waage, Wägebereich 30 kg, Ablesegenauigkeit 10 g,
4. Präzisionswaage, Wägebereich 10 kg, Ablesegenauigkeit 1 g,
5. Wärmeschrank,
6. Schüsseln,
7. Handschaufel,
8. Probenteiler,
9. Siebmaschine,
10. Spachtel,
11. feiner Pinsel.

Durchführung

1. Für diese Bestimmung sind folgende Probemengen bereitzustellen:

Zuschlaggemische und Korngruppen
mit einem Größtkorn bis

[mm]
Probemenge bei Zuschlägen mit
dichtem Gefüge
[kg]
porigem Gefüge
[kg]
4 5 3
8 20 10
32 35 15
63 65 -
Tabelle 1 Probemenge (DIN 4226, Teil 3, Tab. 1)

2. Da sich die Zuschläge beim Lagern entmischen (das Grobe rollt an den Böschungsfuß), muß darauf geachtet werden, für den Siebversuch eine Durchschnittsprobe zu erhalten.

3. Die jeweilige Entnahme wird auf einer sauberen, festen Unterlage gut vermischt und nach DIN 4226 zu einer kreisrunden Fläche ausgebreitet.

4. Diese wird durch zwei rechtwinkelig aufeinanderstehende Durchmesser in vier Kreisausschnitte zerlegt, von denen zwei gegenüberliegende sauber (einschl. des Staubfeinen) zu entfernen sind.

5. Der Rest wird dann abermals gut durchgemischt, wie vor geviertelt, bis folgende Mengen verbleiben:

Zuschlaggemische und Korngruppen
mit einem Größtkorn bis

[mm]
Probemenge bei Zuschlägen mit
dichtem Gefüge
[g]
porigem Gefüge
[g]
4 500 300
8 2000 1000
16 3500 2000
32 5000 2500
63 10 000 -
Tabelle 2 Mindestprüfgutmengen je Siebung (DIN 4226, Teil 3, Tab. 2)

6. Die Prüfgut ist vor dem Siebversuch bei etwa 105 oC zu trocken. Bei Kornteile < 0,125 mm und anhaftenden abschlämmbaren Bestandteilen oder Klumpen ist die getrocknete Menge 24 Std. im Wasser zu lagern, dann eine Naßsiebung durchzuführen.

7. Die Rückstände dann trocknen und auf die getrocknete Prüfgutmenge beziehen.

Maßgebend ist das Mittel aus 2 Siebungen.

Dabei ist darauf zu achten, daß nicht die feinsten Bestandteile zurückbleiben.

Beurteilung:

Die Anforderungen an Recyclingzuschlag gemäß der Richtlinie "Beton mit rezykliertem Zuschlag" des DAfStb wurden in BiM-Dialog zusammengestellt. 

Sowie auch nach DIN 4226, Teil 1,
  DIN 1045, Abschnitt 6.2, 6.3.

Literatur

1 DIN 4226, Teil 3, Zuschlag für Beton; Prüfung von Zuschlag mit dichtem oder porigem Gefüge
2 R. Riker; Maschinentechnik im Betonbau, Ernst & Sohn, 1996
3 R. Wendehorst; Baustoffkunde für Studium und Selbstunterricht, Curt R. Vincentz Verlag, 1975
4 S. Härig, K. Günther, D. Klausen; Technologie der Baustoffe, Verlag C. F. Müller, Karlsruhe, 1991
5 W. Scholz; Baustoffkenntnis, Werner Verlag, 1984