B 1.3 Stoffe Organischen Ursprungs in Zuschlag (Natronlauge-Verfahren) ( >> Aufschwimmverfahren )

Bei Anwendung auf rezyklierten Zuschlag nach DAfStb-Richtlinie "Beton mit rezykliertem Zuschlag" zu beachten:

" Keine Unterschiede "

Häufigkeit der Prüfungen

Bestandteile Anforderung WPK
Stoffe organischen Ursprungs,
fein verteilte Stoffe
DIN 4226-1, 7.6.3.2 *) 1mal jährlich

 

WPK werkeigene Produktionskontrolle
Fremdüberwachung
*) Der Fremdüberwacher legt die Häufigkeit im Rahmen der Zertifizierung oder Fremdüberwachung fest

Wesen des Verfahrens

Eine Zuschlagprobe wird in einer Glasflasche mit Natronlauge durchgeschüttelt. Die Verfärbung der überstehenden Flüssigkeit nach dem Absetzen des Zuschlags läßt auf einen Gehalt an humosen Stoffen schließen.

Prüfvorschrift

DIN 4226, Teil 3, Ausgabe 1983,

Geräte und Hilfsmittel

1. Zwei Weithalsflaschen, farblos mit Stopfen, ca. 300 cm3 Inhalt, 65 bis 70 mm Durchmesser mit Markierungen bei 130 und 200 cm3,
2. Natronlauge, 3%ig (30 g Natronhydroxidplätzchen werden in 1 l Wasser gelöst),
3. Prüfsieb 8 mm (DIN 4187, Teil 2).

Durchführung

1. Zuschlag bis maximal 8 mm Größtkorn im Einlieferungszustand bis zur Meßmarke 130 cm3 in zwei Flaschen einfüllen. Korngrößen über 8 mm vorher absieben.

2. Natronlauge bis zur Meßmarke 200 cm3 auffüllen.

3. Flaschen mit Gummi- oder Glasstopfen dicht verschließen und Inhalt gründlich durchschütteln.

4. Falls bald nach dem Abstellen der Flaschen wolkige dunkle Verfärbungen auftreten,nochmals durchschütteln.

5. Nach 24 Stunden Färbung der überstehenden Flüssigkeit feststellen.

Beurteilung

Die Anforderungen an Recyclingzuschlag gemäß der Richtlinie "Beton mit rezykliertem Zuschlag" des DAfStb wurden in BiM-Dialog zusammengestellt. 

Regelanforderung

Farblose bis gelbe Flüssigkeit:
Mit großer Wahrscheinlichkeit keine wesentlichen Mengen fein verteiler Stoffe organischen Ursprungs vorhanden.

Verminderte Anforderung

Rötliche bis schwarze Flüssigkeit:
Wahrscheinlichkeit erhöhter Anteil von Stoffen organischen Ursprungs. Siehe DIN 4226, Teil 1, Abschn. 7.1.3 bzw. Teil 2, Abschn. 6.1.3.

Verwendung zulässig, wenn die Brauchbarkeit des hieraus hergestellten Betons für die vorgesehene Aufgabe durch eine Eignungsprüfung nachgewiesen wird.

Literatur

1 DIN 4226, Teil 3, Zuschlag für Beton; Prüfung von Zuschlag mit dichtem oder porigem Gefüge
2 R. Riker; Maschinentechnik im Betonbau, Ernst & Sohn, 1996
3 H. W. Iken, R. Lackner, U. Zimmer; Handbuch der Betonprüfung, Beton Verlag, 1994
4 S. Härig, K. Günther, D. Klausen; Technologie der Baustoffe, Verlag C. F. Müller, Karlsruhe, 1991
5 W. Scholz; Baustoffkenntnis, Werner Verlag, 1984
6 R. Wendehorst; Baustoffkunde für Studium und Selbstunterricht, Curt R. Vincentz Verlag, 1975